Wann ist ein Temperaturmapping auditbereit?
Ein Temperaturmapping-Dossier ist grundsätzlich auditbereit, wenn Umfang und Akzeptanzkriterien vorab festgelegt sind, die Messpunkte risikobasiert begründet werden, kalibrierte Datenlogger eingesetzt wurden, Rohdaten verfügbar sind, Hot- und Coldspots bewertet wurden, die Monitoringposition aus dem Mapping folgt und Abweichungen, Schlussfolgerungen sowie Requalifizierungstrigger dokumentiert sind.
Welche Anforderungen konkret gelten, hängt vom Raumtyp, dem gelagerten Produkt, dem Qualitätssystem und der durchgeführten Risikoanalyse ab.
Worauf basiert dieser Audit-Check?
Dieser Audit-Check kombiniert Anforderungen und Grundsätze aus europäischen GDP- und GMP-Richtlinien mit internationaler Guidance und Praxiserfahrung rund um Temperaturmapping und Monitoring. Nicht jeder Prüfpunkt im Check ist in jeder Situation eine wörtliche gesetzliche Anforderung. Die Anwendbarkeit hängt unter anderem vom Raumtyp bzw. der Ausrüstung, dem gelagerten Produkt, dem Qualitätssystem und der Risikoanalyse ab.
Primärquellen
- EU GDP – Guidelines of 5 November 2013 on Good Distribution Practice of medicinal products for human use (2013/C 343/01)
- EU GMP Annex 15 – Qualification and Validation
- WHO Technical Report Series – Leitlinien für Lagerung, Distribution und temperaturgeführte Systeme
- ISPE Good Practice Guides – controlled temperature environments und Temperaturmapping
Auf Richtlinien und Auditpraxis gestützt
Neben GDP- und GMP-Richtlinien haben wir 58 öffentlich zugängliche Inspektionsberichte der niederländischen Gesundheitsaufsicht (IGJ) ausgewertet. Daraus haben wir 37 konkrete Feststellungen zu Temperaturbeherrschung, Mapping, Monitoring und deren Verankerung im Qualitätssystem identifiziert. Diese Praxiserkenntnisse helfen, den Audit-Check auf Themen abzustimmen, die bei Inspektionen tatsächlich Beachtung finden.
Was die niederländische Aufsicht in der Praxis beim Temperaturmapping sieht →
