Wie oft sollte ein Temperaturmapping wiederholt werden?

Eine pauschale Standardfrequenz ist in der Regel nicht für jeden Lagerbereich geeignet. Die Frequenz sollte risikobasiert festgelegt werden und sich nach Produktkritikalität, Temperaturgrenzen und Stabilität des Bereichs richten.

Praktisches Prinzip

Führen Sie ein erneutes Mapping durch, wenn sich relevante Einflussfaktoren ändern oder wenn eine periodische risikobasierte Überprüfung festgelegt wurde.

Kurzantwort

Temperaturmapping sollte risikobasiert wiederholt werden. Die Notwendigkeit einer Requalifizierung sollte insbesondere nach einem Standortwechsel, Reparaturen, Layoutänderungen, wiederkehrenden Alarmen oder auffälligen Trends sowie gemäß der im Qualitätssystem festgelegten Frequenz geprüft werden.

Ist Ihr Mapping noch aktuell und auditgerecht?

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Pharmazeutischer Kühlraum mit offener Tür, Paletten mit Kartons und einem Temperatur-Datenlogger am Regal als Beispiel für periodische Requalifizierung.
Bei einem Kühlraum entscheiden Risiko, Änderungen und Historie darüber, ob eine Requalifizierung erforderlich ist.

Was sagen GDP, WHO und ISPE?

EU GDP verknüpft Temperaturmapping mit Erstnutzung, Risiko und Änderungen an Räumen oder temperaturführender Ausrüstung. WHO beschreibt Mapping als Methode, um die Temperaturverteilung in Lagerbereichen zu definieren und zu beherrschen. ISPE entwickelt daraus einen risikobasierten Lifecycle-Ansatz für kontrollierte Temperaturkammern.

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Risikobasierte Requalifizierung

Bei temperaturgeführter Lagerung geht es bei der Requalifizierung um die Frage, ob die Temperaturverteilung weiterhin zuverlässig beherrscht wird. Ein kleiner Kühlschrank mit stabiler Historie hat ein anderes Risikoprofil als ein großer Kühlraum mit vielen Türbewegungen.

Deshalb ist es sinnvoll, die Frequenz im Qualitätssystem oder in einer internen SOP festzulegen, einschließlich der Begründung, warum diese Frequenz für den jeweiligen Bereich angemessen ist.

Wann ist Requalifizierung immer sinnvoll?

  • Nach Anschaffung oder Erstnutzung neuer Ausrüstung.
  • Nach Standortwechsel eines Kühlschranks, Gefrierschranks oder Kühlraums.
  • Nach Reparaturen an Kälteanlage, Tür, Sensor, Lüftung oder Steuerung.
  • Nach Umbau oder Änderung des Raums.
  • Nach wiederkehrenden oder systematischen Temperaturabweichungen oder wiederholten Alarmen.
  • Nach Änderung von Beladung, Lagerlayout oder Produktkritikalität.

Praktische Risikofaktoren

FaktorWarum er relevant ist
ProduktkritikalitätJe empfindlicher das Produkt ist, desto belastbarer muss die Begründung für die Requalifizierung sein.
TemperaturhistorieHäufige Alarme oder Abweichungen weisen auf ein höheres Risiko hin.
TürbewegungenHäufiges Öffnen und Schließen kann die Temperaturverteilung deutlich beeinflussen.
RaumlayoutRegale, Paletten oder neue Beladungsmuster können die Luftführung verändern.
Saisonaler EinflussIn manchen Räumen beeinflussen Sommer- oder Winterbedingungen die thermische Last.

Brauchen Sie Sommer- und Wintermapping?

Das hängt vom Bereich ab. WHO beschreibt, dass bei Lagerbereichen mit saisonalem Einfluss ein Mapping in den wärmsten und kältesten Perioden erforderlich sein kann, um Worst-Case-Bedingungen über das Jahr hinweg zu bewerten.

Lagerräume bei Raumtemperatur, Lagerhallen, Bereiche mit Außenwänden, Verladerampen, Fensterflächen, häufigen Türbewegungen oder hoher HVAC-Last können saisonempfindlich sein. Für Kühlräume und Gefrierschränke ist ein separates Sommer- und Wintermapping nicht automatisch notwendig, die Begründung sollte aber dokumentiert werden.

Was ist ein sinnvoller Ansatz?

Dokumentieren Sie, wann eine periodische Requalifizierung durchgeführt wird und welche Änderungen eine neue Bewertung auslösen. Das verhindert Diskussionen in Audits, Inspektionen und internen Reviews.

Wir unterstützen bei der Festlegung eines praktischen Requalifizierungsansatzes, der zu Ihrer Ausrüstung, Ihren Produkten und Ihren Risiken passt.

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Verwendete Quellen

  • EU GDP 2013/C 343/01, Kapitel 3.2.1 zu initialem Mapping und Wiederholung auf Basis von Risiko oder Änderungen.
  • IGJ FAQ zu den EU-GDP-Leitlinien, Version 9.
  • WHO TRS 961 Annex 9 Supplement 8, Temperature mapping of storage areas.
  • ISPE Good Practice Guide: Controlled Temperature Chambers, 2nd edition.

Neues Mapping erforderlich?

Nach einer Änderung, Störung oder Verlagerung ist häufig zumindest eine kurze risikobasierte Bewertung sinnvoll.

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