Was umfasst Temperaturmapping für einen Apothekenkühlschrank?
Temperaturmapping für einen Apothekenkühlschrank ist eine dokumentierte Untersuchung der Temperaturverteilung im Gerät. Über einen repräsentativen Zeitraum von mindestens 72 Stunden, einschließlich einer realistischen Betriebsphase während der Öffnungszeiten, werden die wärmsten und kältesten Produktpositionen ermittelt. Die Studie zeigt, ob diese Positionen innerhalb von 2–8 °C bleiben, begründet die Position des festen Monitoringsensors und liefert die Dokumentation, die bei der behördlichen Beurteilung der Kühllagerung benötigt wird. Dasselbe Prinzip gilt für Lagerbereiche, Kommissionierautomaten sowie Nacht- oder Abholfächer, wenn dort Arzneimittel mit Vorgaben zur Lagerung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden.
Ist Temperaturmapping für Apotheken verpflichtend?
Die Apothekenbetriebsordnung schreibt ein Temperaturmapping nicht ausdrücklich als Methode vor. Sie verlangt jedoch eine ordnungsgemäße Lagerung von Arzneimitteln, bei der deren Qualität nicht nachteilig beeinflusst wird. Zudem muss eine Lagerhaltung unterhalb von 25 °C möglich sein. Temperaturmapping ist eine geeignete Methode, um die Temperaturverteilung zu untersuchen und kritische Lagerpositionen nachvollziehbar zu dokumentieren.
Wie viele Messpunkte braucht ein Apothekenkühlschrank?
Für einen stehenden Apothekenkühlschrank platzieren wir in der Regel 9 bis 18 Logger, verteilt über die Einlegeböden, nahe der Tür, entlang der Rückwand und in der Nähe der Verdampferplatte. Als Ausgangspunkt werden mindestens neun Messpunkte angesetzt; bei größeren Lagervolumina, größeren Kühlschränken, begehbaren Kühlräumen und Stationskühlschränken wird die Anzahl entsprechend erhöht. Die genaue Anzahl hängt vom Volumen und von der Einlegebodenanordnung ab und wird im Mapping-Protokoll begründet.
Wo sollte der feste Monitoringsensor im Kühlschrank sitzen?
Der Monitoringsensor sollte dort sitzen, wo die Messdaten die kritischste Position zeigen. Die Position sollte so gewählt werden, dass relevante Temperaturabweichungen möglichst früh erkannt werden. Abhängig vom Risikoprofil kann eine Überwachung der wärmsten Position, der kältesten Position oder beider kritischen Bereiche sinnvoll sein. Eine andere Position ist nur vertretbar, wenn die Mappingdaten sie begründen. Das Prinzip nach EU-GDP und einschlägigen ISPE-Leitfäden lautet: Die Wahl ist datenbasiert und dokumentiert, nicht einfach die Position, die der Hersteller vorgesehen hat.
Wie häufig sollte das Temperaturmapping eines Apothekenkühlschranks wiederholt werden?
Europäische Regelwerke nennen kein festes Intervall für die Wiederholung des Temperaturmappings eines Apothekenkühlschranks. Das Intervall für eine Wiederholung sollte risikobasiert festgelegt werden. Bei stabilen Bedingungen kann beispielsweise ein Intervall von zwei bis drei Jahren vorgesehen werden, ergänzt durch eine regelmäßige Überprüfung der bestehenden Dokumentation. Jede wesentliche Änderung führt früher zu einem neuen Mapping: Austausch des Thermostats, Standortwechsel des Kühlschranks, geänderte Beladung oder Einlegebodenanordnung sowie unerklärte Abweichungen im Routine-Monitoring.
Wie lange dauert eine Temperaturmappingstudie für eine Apotheke?
Die Messung selbst läuft bei einem Apothekenkühlschrank in der Regel mindestens 72 Stunden. Für einen Lagerbereich bei Raumtemperatur wird meist mindestens eine vollständige Woche einschließlich Wochenende gemessen. Temperature Mapping Europe kann zügig planen: Mit Protokoll vorab (3 bis 5 Arbeitstage) sowie Auswertung und Dokumentation danach (5 bis 10 Arbeitstage) liegt die gesamte Durchlaufzeit von der Erstaufnahme bis zur fertigen Dokumentation meist bei 2 bis 3 Wochen. Stufe 1 mit eigener Messdurchführung kann schneller gehen, enthält aber keinen externen Analysebericht.
Was kostet Temperaturmapping für eine Apotheke?
Die Kosten für Temperaturmapping in einer Apotheke hängen vom Umfang der Studie und davon ab, wie viel Ihr Team selbst übernimmt. Temperature Mapping Europe bietet drei Servicestufen: ab 299 € für die Miete kalibrierter Logger (Stufe 1), ab 599 € für Protokoll vorab und Analysebericht danach, während Ihr Team die Logger vor Ort platziert (Stufe 2), und ab 999 € für die vollständige Durchführung vor Ort (Stufe 3). Wenn mehrere vergleichbare Einheiten, beispielsweise mehrere Apothekenkühlschränke, im Rahmen desselben Vor-Ort-Termins untersucht werden, können wir ein günstigeres Angebot machen, da sich derselbe methodische Ansatz auf mehrere vergleichbare Einheiten übertragen lässt.
Was ist der Unterschied zwischen Temperaturmonitoring und Temperaturmapping in einer Apotheke?
Temperaturmonitoring und Temperaturmapping beantworten unterschiedliche Fragen. Monitoring läuft kontinuierlich im Alltag, mit einem oder wenigen festen Sensoren, die alarmieren, wenn Kühlschrank oder Lagerbereich außerhalb der Spezifikation geraten. Temperaturmapping ist eine zeitlich begrenzte Studie mit vielen Loggern an verschiedenen Positionen über einen repräsentativen Zeitraum. Sie zeigt, wo im Raum oder im Gerät die wärmsten und kältesten Punkte liegen, und begründet, wo der Monitoringsensor platziert werden sollte, damit Abweichungen früh erkannt werden. Kurz gesagt: Mapping zeigt, wo Monitoring hingehört. Lesen Sie den
Unterschied zwischen Monitoring und Mapping für den vollständigen Vergleich.
Müssen Kommissionierautomaten und Apothekenroboter ebenfalls temperaturseitig geprüft werden?
Werden Arzneimittel in einem Kommissionierautomaten oder Apothekenroboter gelagert, muss sichergestellt sein, dass die erforderlichen Lagerbedingungen auch innerhalb des Systems eingehalten werden. Ein Temperaturmapping kann die internen Temperaturzonen sichtbar machen und zeigen, ob die vorhandene Sensorposition repräsentativ ist. Bei einem Automaten mit gekühltem Bereich deckt die Studie sowohl den Raumtemperaturbereich als auch den 2–8 °C-Bereich ab. In der Praxis werden Logger in strömungsarmen Bereichen oder an festen Positionen platziert, an denen der Roboter sie nicht als Ware erkennt.